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Herstellungsprozess

Speicherung und Lagerung von Rohstoff

Einfache und billige Methode für die Holzerhaltung ist die Speicherung im Wasser oder Befeuchtung des Rohstoffes im Falle von Lagerung auf dem Lande. Auf diese Weise schützt man das Holz vor Pilzen, Insekten und Rissbildungen.

 

Hydrothermische Behandlung

Um das Holz zum Fräsen richtig vorzubereiten muss man das Material geschmeidiger machen. Das Holzgewebe kann dann glatt und gleichmässig dick geschnitten werden. In unserem Betrieb wird das Holz zu diesem Zweck in heißem Wasser gekocht oder gedämpft. Das Rund- und Langholz wird in langen Betonbecken behandelt und Holzausschnitte in kleinen Dämpfgruben gekocht. Die hydrothermische Holzbearbeitung dauert ca. 8 bis 47 Stunden in Temperaturen von 40 bis 70ºC .

 

 

Zerspanen

In diesem Verfahren wird ein feuchter und warmer Stamm entrindet und dann wie eine Walze drehbar eingespannt. Der Stamm rotiert anschließend schnell um die eigene Achse gegen einen Messerbalken, der vom Stamm ein Furnierband abtrennt. In unserem Betrieb werden Furnieren mit Stärke von 1,5 mm, 2,0 mm und 2,5 mm erzeugt.

 

Trocknen

Sowohl Furnierblätter als auch Furnierstücke werden vor dem Beleimen auf Rollentrocknern getrocknet. Die Trocknungstemperatur schwankt zwischen 160-185ºC. Die Furnierfeuchte vor diesem Verfahren ist hoch und beträgt ca. 30-120%. Nach der Trocknung ist der Feuchtegehalt nicht höher als 6 %. Der Trocknungsgrad ist regulierbar und hängt von Geschwindigkeit der Rollenbewegung ab. Die Trockungszeit ist je nach der Holzstärke und Holzart unterschiedlich und beträgt meistens von 3-10 Minuten.

Formen und Pressen der Sperrholz-Funiere

Das Beleimen der Furniere erfolgt mit Leimauftragsmschinen, die mit 4 oder 2 Metalwalzen mit oder ohne Gummi ausgestattet sind. Der Leim wird auf die Mittefurnieren beidseitig aufgetragen. Die Faserrichtungen der Lagen sind um 90° gegeneinander versetzt. Je nach der Sperrholzart und der Furnierstärke beträgt die Leimschicht 130-200 g/m² der Furnierfläche. Bevor man zum eigentlichen Warmpressen übergeht, erflogt in der Anfangsphase das Kaltpressen, wodurch man u.a. das Verdichten der Lagen erzeugt. Furnieren mit Harzleim sollen sofort nach der Anfangsphase heißgepresst werden und die Lagen mit Phenolleim können nach einigen Stunden bis Tagen gepresst werden. Die fertigen Furniere werden mit der Hydraulikpresse bei der Temperatur von 125-130ºC (je nach der Leimsorte) über ca. 1 Minute pro 1 mm Sperrholzstärke gepresst, wobei die Druckwerte beim weichen Holz 1,1-1,5 MPa und beim harten Holz 1,5-2,0 MPa betragen.

 

Finishbearbeitung

Nachdem die Platten getrocknet worden sind, werden die aufeinadergeleimten Furniere auf die Standardmaße oder auf die vom Kunden bestellten Fixmaße zugeschnitten. Die Schnittgenauigkeit beträgt +/- 1 mm. Offene Fehlstellen auf der Oberfläche, Rissen und Öffnungen werden ausgekittet. Die Sperrholzblätter werden nach der Ausbessserung mit einem Breitbandschleifer unter Anwendung vom Schleifband in der entsprechenden Krönung geschliffen. Durch das Schleifen erolgt die Stärkekalibrierung und Oberflächeglättung.

Sortierung von Sperrholz

Das letzte Verfahren bevor das fertige Sperrholz aufs Lager gebracht wird, ist die Klassifizierung und Qualitätskontrolle. Die Qualitätsbeurteilung erfolgt aufgrund des Aussehens, Abmessungen, Feuchtegehaltes und Beleimungsqualität. Die ersten zwei Merkmale werden beim Sortieren überprüft, die anderen konroliert man im Betriebslabor. Beim Sortieren wird das Aussehen jeder Blattseite normgemäß beurteilt. Nachdem das Sperrholzblatt in die entsprechende Klasse eingeordnet worden ist, wird jedes Blatt bestempelt und markiert.

Verpackung und Lagerung

Das Sperrholz soll auf Lager mit Luftfeuchtigkeitsindex unter 80% aufbewahrt werden. Die Sperrholzblätter werden auf Paletten aufeinandergestapelt. Im Rahmen eines Stapels wird ein Sperrholz von derselben Art (trockenbeständig oder wasserbeständig), Typ, Format, Stärke und Qualitätsklasse bewahrt. Die Lagerräume sollen das Sperrholz vor Feuchtigkeit und anderen schädlichen Einflüssen schützen. Zur besseren Orientierung wird jedes Paket des Sperrholzstapels mit Informationskarte versehen.